UnionJack   Schriftzug oben
Schlüterstraße 15 · 10625 Berlin · Telefon 030/312 55 57 
Montag bis Samstag ab 19:00 Uhr geöffnet
Schriftzug unten

Der Pub

Die Whisky-Karte

Wissenswertes

..
Wissenswertes > Whisky-Lexikon > Herstellung

 Die spannende Frage lautet: Wie kommt der Whisk(e)y in die Flasche? Und was passiert vorher?

 Die von irischen Mönchen um 563 n. Chr. nach Schottland mitgebrachte Kunst des Brennens findet noch heute Anwendung bei der traditionellen Herstellung (Pot Still-Verfahren) von Malt Whisky. Reiner Malt Whisky wird ausschließlich aus Gerste, Wasser und Hefe hergestellt. Beim Pot Still-Verfahren wird Gerste bester Qualität mit reinem, weichem Quellwasser versetzt und zum Keimen gebracht.

 Nach circa zwei Wochen ist aus der Gerste grünes Malz geworden, wobei der Stärkeanteil weitgehend in vergärbaren Malzzucker umgewandelt wurde. Zur Lagerung und weiteren Verarbeitung erfolgt in der Darre ein Trocknungsvorgang, der die späteren Eigenschaften des Endproduktes maßgeblich beeinflußt.

 Die Trocknung dauert circa einen Tag und findet ausschließlich oder teilweise über Torffeuer statt. Das Torfaroma wird vom Malz aufgenommen und ist nach dem Brennen im Malt Whisky wiederzufinden. Zusätze wie Heidekraut, Algen oder anderen Zusätzen führen zu weiteren Geschmacksvariationen.

 Nach dem Trocknen wird das Malz gemahlen und mit heißem Wasser im Maischebottich (mash tun) ausgelaugt. Nach dem Abkühlen wird die zuckerhaltige Maische mit Bierhefe versetzt, der Gärvorgang beginnt, und nach circa zwei Tagen hat sich eine klare Flüssigkeit (wash) gebildet, die circa 5 % Alkohol enthält.

Whiskyfässer  Die Abtrennung des Alkohols erfolgt im diskontinuierlichen Pot Still-Verfahren und führt in den wash stills im ersten Brennschritt zu einem Goldbrand, der in den low stills im zweiten Brennschritt durch das Abtrennen des Vorlaufs (foreshot) und des Nachlaufs (feints) zum Feinbrand wird. Einige Brennereien brennen diesen Feinbrand erneut, beispielsweise Springbank und Auchentoshan.

 Jeder in Schottland hergestellte Whisky muß laut Gesetz mindestens drei Jahre lagern, bevor er Scotch genannt werden darf. Die Lagerung erfolgt in frischen oder gebrauchten Eichen- oder Sherryfässern, je nach Sorte unterschiedlich lange. Einige Malt Whiskies haben die optimale Reife bereits nach 8 Jahren erreicht. Andere Sorten brauchen dafür 15 Jahre oder mehr.

 Nach der Lagerung wird der Whisky in Flaschen gefüllt, in denen keine weitere Reifung stattfindet. Die Ausgangsstoffe Wasser und Torf sowie das Klima während der Lagerung direkt an der See (Bowmore) oder im abgeschiedenen Hochland (Dalwhinnie) beeinflussen die Qualität des Whiskys.


 Sie werden daher meist nach den 4 Herkunftsgebieten Lowland, Highland, Islay und Campbeltown eingeteilt. Diese Einteilung ermöglicht eine grobe Beurteilung des zu erwartenden Charakters eines Whiskys. Doch zu jeder Regel gibt es Ausnahmen.

  401 Sorten Whisky